RAMOS OEUVRE

24.11.2016

Pin-Up-Girls, Comic-Helden, Werbung und ein Pop-Art-Künstler,

der in den letzten 60 Jahren selbst zum Helden avancierte

 

von Ivona Okanik, Fotos: Courtesy Galerie Gmrzynska

 

 

 

 

Mel Ramos. Sein Name wird wie selbstverständlich mit Comic-Helden und Pin-Up-Girls in Verbindung gebracht. Der Pop-Art-Künstler zählt zweifelsohne neben Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Roy Lichtenstein zu den wichtigsten und einflussreichsten Vertreter der Pop-Art. 

 

Der heute 81-jährige Künstler erhielt in den 1960er Jahren seine erste wichtige Anerkennung. 1963 nahm er an der wegweisenden Ausstellung “Pop Goes the Easel” im Zeitgenössischen Kunstmuseum in Houston teil. Er war wichtiger Teil der Ausstellung “6 more”, die die Schau “Six painters and the Object” ergänzte und von Lawrence Alloway kuratiert worden ist. Mit diesen Ausstellungen versuchte Alloway die Tendenz der Anschauung, die Pop Art sei zu weit gefasst, zu verändern. Seitdem hat sich Ramos als einer der Hauptrepräsentanten der Pop Art entwickelt, neben anderen Grössen, wie Warhol, Lichtenstein und Rosenquitt.

 

von links nach rechts: Rutger Hauer, George Hamilton, Mel Ramos und Mathias Rastorfer (CEO, Galerie Gmurzynska) 

 

 

"In 1960 I was wallowing in despair when I gave up painting abstract expressionism and painted something that I used to love as a kid, American super heroes, and I did a painting of Superman. My life changed, Pop Art was born and I was caught up in the energy of it all.“ 

Mel Ramos

 

Die aktuelle Ausstellung der Galerie Gmurzynska in Zug betont die Vielfalt von Ramos Oeuvre. Sie umfasst viele Materialien wie Harz, Bronze- und Stahl-Skulpturen sowie Ölmalereien, Papierarbeiten und Lithographien. Außerdem spiegelt die Ausstellung die Bedeutung der Semiotik, die Ramos zur Dekonstruktion der Gestalt der Werbung nutzt. Hier sind die fetischisierten Objekte als Katalysator für Marken, Produkte und die abgebildeten Frauen selbst ausgestellt. Ramos Stil ist seit mehr als 50 Jahren bekannt und präsentiert dialektisch das gewagt Schöne sowie das intellektuell Reflexive.  

 

Seit 1959 war Mel Ramos Teil von über 120 Gruppenausstellungen. Im Jahre 1967 widmete das Museum of Modern Art in San Francisco dem Künstler eine Einzelausstellung. Seiner Retrospektive 1975 im Museum Haus Lange in Krefeld folgten Ausstellungen im Whitney Museum of American Art New York, im Museum Ludwig in Köln und im Museo Reina Sofia in Madrid. 2011 widmete ihm die Albertina Wien eine große Retrospektive unter dem Titel „Mel Ramos: Girls, Candies & Comics“.

 

GALERIE Gmurzynska

Ausstellung bis Ende November 2016

Vorstadt 14 · 6300 Zug

galerie@gmurzynska.com

www.gmurzynska.com 

 

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