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RÖMER, REBEN, PASSION



RÖMER. REBEN. LEIDENSCHAFT AUF DEN SPUREN DES BAIERWEINS MIT DEM DS 9

 

Eine Erkundungsfahrt mit dem DS 9 E-Tense, führt uns in das kleinste Weinanbaugebiet Bayerns. Zauberhaft und gepflegt angelegte Weingärten mit einer strahlenden Farbenvielfalt des Herbstes erwarten uns. Wein? Wo eigentlich das Bier das Getränk des Bayern ist? Ein historischer Exkurs führt in die Römerzeit. Und so begeben sich mein Team und ich auf die Spuren der Römer zum heutigen "Baierwein"


Text & Fotos: Ivona Okanik



Fast geräuschlos fahren wir mit Elektroantrieb des des DS 9 E-Tense der Pariser Automobilmarke DS Automobiles, über den schmalen Schotterweg zum Baierwein-Museum in Bach an der Donau bei Regensburg. Es ist ein herrlich sonniger Tag im Herbst, der die Farbenvielfalt von Gold über Orange und Grün bis Rot gefärbten Blätter der Rebstöcke erstrahlen lässt. Das denkmalgerecht sanierte Museum befindet sich im Biethaus, schlicht Presshäusl genannt. Es stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und beheimatet unter anderem eine historische Baumpresse aus dem 17. Jahrhundert, die zu den ältesten Weinpressen Deutschlands zählt. Das Baierwein-Museum gewährt einen spannenden Blick in die große Vergangenheit des Weinbaus in Altbayern.


Dem Presshäusl gegenüber, in leichter Hanglage, befindet sich ein frei zugänglicher Weinlehrpfad zur Demonstration von Rebsorten und Erziehungsformen. Text- und Bildtafeln liefern vielfältige Informationen zur Geschichte des Baierweins. Ein kulturelles Projekt, das von der Gemeinde Bach liebevoll gepflegt und bei verschiedensten Veranstaltungen mit Leben gefüllt wird. "Hier und im benachbarten Kruckenberg überlebte der vom Niedergang bedrohte Baierwein auf kleinster Fläche, hier wohnen die zähesten Baierwein-Winzer", schreibt Theodor Häußler in seinem Buch "Der Baierwein" – Geschichte des Weinbaus in Altbayern von der Römerzeit bis heute. Als erfahrener Kleinwinzer hat sich der pensionierte Theodor Häußler, der im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg tätig war, maßgeblich für das Baierwein-Museum und das kleinste Weinbaugebiet Bayerns zwischen Regensburg und Wörth an der Donau eingesetzt und dessen Erfolgsgeschichte mitgeschrieben.


Zünftige Weinlauben, respektive Weinstuben, befinden sich entlang der Hauptstraße in Bach nach Kruckenberg und locken mit leckerem Landwein und traumhaften Ausblicken über die Donau bis in den Gäuboden.


Die meisten Berichte zum Weinbau an der bayerischen Donau gehen davon aus, dass es wohl die Römer waren, die den Weinbau im Raum Regensburg begründet haben. Es sind zwar keine direkten Funde oder Beweise vorhanden, jedoch deuten viele Indizien und Argumente darauf hin. Die warmen Südhänge am linken Donauufer, beim heutigen Ortsteil Winzer, boten sich für einen ersten Versuch geradezu an. Der Ortsname "Winzer" ist römischen Ursprungs und entstand aus "ad vinitores" ("bei den Winzern"). Während des Überganges von der Römerzeit zum frühen Mittelalter war Regensburg stets besiedelt, sodass auch unter anderem die Begriffe und Techniken des Weinbaues nahtlos in die Zeit des frühen Herzogtums überliefert werden konnten.


Mit der Errichtung des Legionslagers "Castra Regina" 179 nach Christus unter Kaiser Marc Aurel am nördlichsten Punkt der Donau, der Grenze seines Reichs zu den Germanen, setzte eine Blütezeit römischer Zivilisation ein. Für die Römer war Wein das Volksgetränk. Es ist daher anzunehmen, dass auch an der neuen Wirkungsstätte eine rege Nachfrage nach dem gewohnten Haustrunk entstand und die Anbauversuche begünstigt haben könnte. Zeugnisse des römischen Lebens existieren in großer Menge bis heute. Funde, wie der Weihenstein des Weingottes Liber Pater, der als Teil einer kleinen Tempelanlage am Regensburger Weinweg ausgegraben wurde, sind im Historischen Museum Regensburg ausgestellt.



Der Weg führt uns von Bach an der Donau, an der Walhalla vorbei, zu den Weingärten nach Winzer durch die Stadt Regensburg (Castra Regina, übersetzt „Festung am Regen“ oder „Burg am Regen“ oder eben „Regensburg“) – den Spuren der römischen Vergangenheit folgend in die Altstadt. 2006 hat die UNESCO die Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof in die Welterbeliste aufgenommen.


Die Fahrt über das alte Altstadt-Kopfsteinpflaster an der Porta Preatoria vorbei, hinunter zum historischen Salzstadel, an der Donau entlang und rechts hoch zum Domplatz, erweist sich in dem Plug-in-Hybrid DS 9 E-Tense, dank des intelligenten Federungssystems, als überaus komfortabel. Weich gleiten wir förmlich dahin, versunken in die feinen Ledersitze mit Perlstich-Nähten und ausgestattet mit mehreren Massageprogrammen sowie Belüftungsfunktion, die wir nach dem langen Fußmarsch in den Weinbergen dankbar aktivieren. Das große Glaspanoramadach eröffnet aus dem Auto heraus einen faszinierenden Blickwinkel auf die in den Himmel ragenden Denkmäler der Stadt.


Die sichtbaren Baureste und Bodendenkmäler wie den gut erhaltenen Römerturm am Alten Kornmarkt die Befestigungsmauer und "Porta Praetoria" (Reste des Nordtores), erhalten in der weiß gekalkten Mauer des heutigen Bischofshofs, sind seit 2021 Bestandteil des zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Donaulimes.


In Winzer angekommen, müssen wir feststellen, dass die Weingärten nicht ganz einfach zu finden und vor allem zu erreichen sind. Rechts von der Hauptstraße schlängelt sich eine autobreite Straße, den Hang steil hinauf um schließlich in einem Waldweg zu müden. Auf diesem kleinen Plateau ist die Aussicht grandios! Von hier oben überblickt man die Donau, welche die Römer als wichtigen Handels- und Transportweg nutzten, bis hin zu den Domspitzen in der Altstadt. Ungeachtet der Tatsache, dass wir uns in einer Limousine und keinem SUV befinden, führen wir den schmalen und mit zahlreichen Blättern belegten Weg mit Standfestigkeit und Sicherheit fort. Oben angekommen, nimmt der elegante Franzose DS 9 die letzte Hürde in Form einer scharfen, nach oben ansteigenden und lehmigen Kurve mit Bravour. Angekommen eröffnet sich ein zauberhafter Blick auf den herbstlich-bunten Weingarten der Regensburger Weinfreunde e. V. Hier entdeckt man schon auch mal Reihen mit Merlot. Unweit liegt auch der terrassenförmig angelegte Weinberg der Stadt Regensburg. Die limitierten Weine können nicht käuflich erworben werden – sie werden an Ehrenbürger zu besonderen Anlässen überreicht.


Und spaziert man aufmerksam über den Winzer-Hang, entdeckt man neben oder hinter einigen Häusern kleine bis größere Weinreihen.


Der Begriff Baierwein wird erstmals im Jahre 1271 urkundlich erwähnt und steht für den Rebensaft, der einst im heutigen Altbayern wuchs. Lange Zeit galt das Weinbaugebiet an der Donau als das kleinste in Deutschland. Auf etwa vier Hektar Anbaufläche wird heute der Regensburger Landwein erzeugt. Derzeit überwiegen die Weißweine wie Müller-Thurgau, Weißer Elbling, Bacchus und Grüner Silvaner. Die wenigen Rotweine umfassen die Sorten wie Dornfelder, Domina und Regent.



Es sind die vielen Klein-, Kleinst- und Hobbyweinbauern, Vereinsmitglieder und Weinliebhaber, die mit Leidenschaft und Liebe zum Wein, die historisch wertvollen Weingärten in Bach und Winzer am Leben erhalten. Es bleibt zu hoffen, dass noch viele Generation die uralte Tradition weiterführen.


Es war eine beeindruckende und mit dem DS 9 mehr als komfortable Reise durch meine Heimatstadt und ihre Umgebung, die mir in vielerlei Hinsicht die Augen für Tradition und Geschichte eröffnete sowie reich an faszinierenden wie interessanten Gesprächen war.


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