DER SMARAGD DNA CODE

08.03.2018

Sie krönen Ringe, Halsketten, Ohrringe und Uhren – Edelsteine in unterschiedlichen Formen, Farben und Größen. Doch woher kommt der Smaragd und welche Schritte hat er durchlaufen? Mit einer einzigartigen Technologie bringt das Gemmologische Labor Gübelin pionierhaft Licht ins Dunkel

 

Text: Ivona Okanik · Foto: Smaragdmine © bildabenteuer.at

 

 

Das in Luzern angesiedelte Familienunternehmen Gübelin, bekannt für seinen exquisiten Schmuck und umfassende Edelsteinkompetenz, revolutioniert mit seiner neuen Technologie "Emerald Paternity Test"

die Edelsteinbranche. "Diese Technologie bietet allen interessierten Parteien in der gesamten Lieferkette, vom Minenbetreiber bis zum Endkonsumenten, einen Herkunftsnachweis für Smaragde, was Vertrauen schafft und die Sicherheit erhöht. Dies ermöglicht ein neues Transparenzniveau im Edelsteinhandel.", begründet Daniel Nyfeler, Managing Director des Gübelin Gemmologischen Labors.

 

Bei diesem Prozess werden auf DNA basierende Nanopartikel eingesetzt, die bereits direkt in der Mine auf

die unbearbeiteten Smaragdkristalle aufgetragen werden und selbst Prozeduren wie dem Reinigen, Schleifen, Polieren, Transportieren und Fassen widerstehen. Die Nanopartikel bestehen aus einem synthetischen DNA-Fragment, das in amorpher Kieselerde – identisch dem Typ ist, aus dem natürliche Opale entstehen – verkapselt ist, um es vor dem Zerfall zu bewahren. In der DNA des Nanopartikels sind Informationen zum Minenbetreiber, dem genauen Standort der Mine und dem Zeitraum des Abbaus verschlüsselt gespeichert. Für optische Mikroskope unsichtbar, beeinflussen die etwa 100 Nanometer oder 0.0001 Millimeter kleinen Partikel weder das Aussehen noch die Qualität oder Eigenschaften des Edelsteins. Das Gübelin Gemmologische Labor fungiert als Hüter der in der DNA verschlüsselten Informationen und ist exklusiv für die Decodierung dieser Daten zuständig.

 

Raphael Gübelin

Präsident von Gübelin

 

Mit dieser Technologie eröffnet sich nicht nur Endverbrauchern sondern auch Minenbetreibern, wie

auch Regierungen, Genossenschaften, Handelsorganisationen und Schmuckmarken ein komplett neues

Transparenzniveau, das unter dem Siegel "Provenance Proof" zusammengeführt wird. "Seit 160 Jahren

ist es uns wichtig, unsere Kunden umfassend zu informieren. Diese Technologie ermöglicht es, auf

völlig neue Art und Weise Transparenz in die Edelsteinbranche zu bringen", erklärt Raphael Gübelin,

Präsident des Schweizer Familienunternehmens, dem das Labor als vollständige Tochterfirma angehört.

 

Daniel Nyfeler

Managing Director des Gübelin Gemmologischen Labors

 

Gübelin Jewellery ist die erste Schmuckmarke weltweit, die Smaragde anbietet, die diese Partikel beinhalten. Erstmals in den Smaragd eingesetzt, der den Platinring "Ancient Path" von Gübelin Jewellery krönt. Dadurch kann der Smaragd bis zu der Mine von Belmont in Itabira, Minas Gerais, zurückverfolgt werden und der Kunde hat eindeutige Gewissheit, woher der Smaragd tatsächlich stammt.

 

Die Smaragde können dem Gübelin Gemmologischen Labor in der Schweiz, in Hongkong oder New

York zum Auslesen vorgelegt werden. Derzeit kann die Analyse nur im Gübelin Gemmologischen Labor

durchgeführt werden. Das Unternehmen Gübelin plant jedoch Kooperationen mit Labors, denen es die

Durchführung der Analyse ermöglicht. Die Decodierung der in den Nanopartikeln gespeicherten Informationen bleibt exklusiv dem Gübelin Gemmologischen Labor vorbehalten.

 

www.gubelin.com

 

Platinring "Ancient Path" von Gübelin Jewellery

 

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