SEIN ODER SCHEIN

24.05.2017

 Alexa Meade – eine Künstlerin der realen Illusion 

 

von Ivona Okanik 

 

Farbe, Pinsel und – ein Körper oder Schrank, Tisch und auch Essen. Leinwände scheinen keine besondere Anziehungskraft auf die amerikanische Künstlerin Alexa Meade auszuüben. Hingegen reale Objekte in einer wahren 3D-Welt, die zu einer 2D-Malerei avancieren. Sie taucht Körper in Acrylfarbe und entwirft – aus jeder Perspektive – ein lebendiges Kunstwerk.

 

Zu Beginn ihrer Arbeit konzentrierte sich Alexa Meade auf unbelebte Gegenstände und schuf eine Reihe von Stilleben. Allerdings fand sie nach einer Weile die menschliche Gestalt viel überzeugender. 

 

Alexas Arbeit erinnert ein wenig an den Künstler Liu Bolin, der Malerei, Fotografie und Selbstporträt zu einem Cocktail verarbeitet und komplexe Hintergründe malt. "Liu Bolin malt Figuren, die sich in den Hintergrund mischen. Im Wesentlichen verstecken sich seine Figuren in einer kraftvollen optischen Täuschung", erklärt Meade die Unterschiede zu ihrer Arbeit. "In meiner Kunst sind meine Objekte auch unter einer Lackschicht verborgen. Aber anstatt meine Figuren zu tarnen, arbeite ich gegen den entgegengesetzten optischen Effekt. Mit übertriebenen Pinselstrichen markiere ich die Oberflächenattribute ihres Körpers. Diese selbstreferenzielle Maske verdunkelt noch die zugrunde liegenden Formen."

 

 

 

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