Poesie der Sinne

07.08.2014

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Es ist wie eine Zeitreise der man sich bereits beim öffnen des Amarone von Masi erwartungsvoll hingibt. Noch währen sich das Bouquet entfaltet, beginnt eine Reise in ein modernes Märchen mit Grafen, Dichtern und Weinbergen, inmitten einer atemberaubenden Kulisse.

 

Text: Ivona Okanik

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Die Kulisse erhebt sich über dem Gebiet am Fuße der Berge in den Hügeln Venetiens – genau genommen über dem Örtchen Gargagnago di Valpolicella. In einer malerischen Umgebung, sanft eingebettet inmitten von Weinstöcken, befindet sich der Sitz des führenden Amarone-Herstellers Masi Agricola.

 

Benannt nach dem kleinen Tal „Vaio dei Masi“, das sich seit Ende des 18. Jahrhunderts im Besitz der Familie Boscaini befindet, wuchst das Unternehmen durch Zukäufe der besten historischen Anbaugebiete Venetiens zum florierenden Familien-Imperium. Seit sechs Generationen befinden sich die Weinberge von Masi bereits im Familienbesitz.

 

Grafen und Dichter

Zu dem weitläufig bewirtschafteten Areal gehört auch der älteste Weinberg des Valpolicella, der sich seit 1353 im Besitz der Nachfahren des Dichters Dante Alighieri befindet. Den Grundstein legte Sohn Pietro der sich während des Exils seines Vaters Dante in Verona entschloss das historische Valpolicella-Gebiet zu erwerben. In nunmehr zwanzigster Generation werden die Weine und Lebensmittelspezialitäten vom heutigen Graf Serego Alighieri – seit über 30 Jahren in Zusammenarbeit mit Masi – produziert und in der ganzen Welt vertrieben.

 

Im harmonischen Einklang mit der Natur thront die romantische Villa Alighieri erhaben über Gargagnago. Zum Teil wird sie als „Foresteria“ für Urlauber und Weinliebhaber genutzt. Ein wunderbarer Ort für Verkostungen von „Speis und Trank“. Neben der Kellerei, am östlichen Eingangstor, empfängt den Besucher ein öffentlich zugängliches Ladengeschäft in dem das gesamte Produkt-Sortiment von Masi erhältlich ist. 

 

Mit dem alt-adeligen Weingut der Grafen Bossi Fedrigotti in Trentin gehört ein weiteres kostbares Anbaugebiet zu der insgesamt 960 Hektar bewirtschafteten Fläche von Masi. Große und berühme Weine wie der Fojaneghe oder Marzemino wurden unter peinlichster Einhaltung der einzigartigen Trentiner Wein-bereitungskunst mit der Masi Technik-Gruppe modernisiert.

 

 

Pionier und Botschafter

Tradition und Werte des Landes liegen dem Familienoberhaupt und Masi-Präsident Sandro Boscaini ebenso am Herzen wie der scheinbar rastlose Drang nach steter Weiterentwicklung von Qualität und Technik. So widmet sich eine ganze Gruppe von Experten der Forschung auf dem Gebiet der Önologie mit dem Ziel, das weinbauliche Erbe Venetiens wieder aufleben zu lassen und es gleichzeitig zu aktualisieren. 

 

Bei der Produktion von Amarone ist Masi hoch anerkannt für seine Kompetenz in der Technik „Appassimento“ – einer Methode zur Konzentration von Aromen und Geschmackskomponenten im Wein. So ruhen die Trauben vor der Vinifikation für einen langen Zeitraum während der Wintermonate auf Bambusbetten in Trockenlagern. Eine alte, seit der Römerzeit bekannte, Methode die modern und einzigartig interpretiert wurde. Auf diese Weise werden fünf Amarone- und drei Recioto-Weine produziert.

 

Masi ist Urheber der Technik „Ripasso“, die zur aktuellen „doppelten Gärung“ weiterentwickelt wurde. Der erste Wein, der mit dieser Technik hergestellt wurde, war der „Campofiorin Ripasso“ Mitte der 60-er Jahre. Seither wurde diese Technik nach und nach verbessert und auch auf andere Weine ausgedehnt, wie den „Brolo di Campofiorin“, „Valpolicella dell‘Anniversario Serego Alighieri“ und den in Argentinien produzierten „Passo Doble“.

 

Es werden vorranging lokale Rebsorten und Methoden aus Venetien angewandt. Die Einzigartigkeit und Persönlichkeit jedes einzelnen Weins, wird durch Einhaltung eines präzisen Stils hervorgehoben. So bestechen die Weine von Masi durch hochwertige Qualität in der sich moderner Charakter mit traditioneller Seele vereint. 

 

 

Einen unvergleichbaren Aktivismus legt Masi Agricola in zahlreiche Stiftungsprojekte. Allen voran die „Fondatione Masi“, die nach einer Idee des Veroneser Schriftstellers Cesare Marchi entstand. Seit über drei Jahrzehnten werden jährlich illustre Persönlichkeiten aus der Welt der Literatur, Kunst, Wissenschaft, Bühne und der Wirtschaft ausgezeichnet, die zur Förderung der Kultur Venetiens und des Weins beigetragen haben. Unter dem Dach des Premio Masi befinden sich Auszeichnungen von internationalem Flair.

 

Ein besonderes Vergnügen ist es mit Sandro Boscaini über Land, Wein, Tradition und Fortschritt, begleitet vom dem einmaligen Amarone COSTASERA, zu philosophieren. Es liegt unglaublich viel Liebe für das Land und Leidenschaft für die Arbeit in seinen Worten und Gesten. Es ist aber auch etwas sympathisch rastloses in ihm das ihn antreibt...

 

Die alten Schätze offenbaren sich, sanft im Staub der Zeit gehüllt und teils mit vergilbten, kaum leserlichen Etiketten, aufgereiht wie stolze Soldaten, in den privaten Weinkellern. Eine beeindruckende Sammlung der besten Jahrgangsweine, die traditionell seit sechs Generationen aufbewahrt werden. Es ist wie eine historische Dokumentation einer aufregenden Zeitreise, die im 18. Jahrhundert ihren Ursprung hat und in jeder Flasche Wein individuell zu entdecken ist.

 

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